Unsere überforderten Familienhunde

von Thomas Baumann

Es war einmal…

Früher war alles anders! Manches besser, Manches schlechter.

Doch das zunehmend enge Zusammenleben zwischen Hunden und Menschen fordert ein Umdenken in sehr vielen Alltags-Bereichen. Damit Besseres nicht wieder schlechter wird.

Unsere Hundevereine und Hundeschulen müssen sich auch an diesem Umdenken beteiligen.

Hundevereine gibt es zahlreich und das schon seit rund 100 Jahren.

Hundeschulen hingegen kamen erst in den 1980 er Jahren zur Geltung. Derzeit dürfte es geschätzte 5 Tausend Hundeschulen und 8 Millionen Hunde in Deutschland geben.

Tendenziell ist in beiden Bereichen eine steigende Entwicklung erkennbar.

Moderne Hundeschulen unterscheiden sich im Trainingsgeschehen ganz deutlich von Einrichtungen, die viele noch von „früher“ kennen.

In den Anfängen der ersten Hundeschulen waren im Training Funktionalität, Autorität und Dominanz die Kernmerkmale im Trainingsgeschehen. Mit körpersprachlicher Präsenz, lautstarken Kommandos und kompromisslosem Umgang, wurden Hunde so trainiert, dass sie kaum anders konnten, als zu „funktionieren“. Dass dabei häufig der Begriff Angst durch Respekt ersetzt wurde, dürfte heute kaum jemanden wundern. Zumal es den Status „Familienhund“ früher ohnehin nicht gab.

Hund in der Wohnung geschweige denn im bett oder auf dem Sofa? Daran war kaum zu denken.

 

Es ist heute so,…

dass wir bei Hunden fast alle an einen „Familienangehörigen“ denken und auch deshalb eine enge emotionale Verbundenheit gegenüber unseren Vierbeinern verspüren.

Dass dadurch in der Folge alles etwas komplizierter wird, liegt auf der Hand. Und so ist es auch erklärbar, dass Hun- detraining von damals mit dem Hundetraining von heute nicht mehr viel gemeinsam hat. Viele Hundehalter sind bemüht, alle „alten Zöpfe“ der Vergangenheit abzuschneiden und nach möglichst modernen, weichen und möglichst zwangfreien Methoden zu greifen.

Ein Bild, das übrigens Eltern auch noch aus der erzieherischen Revolution der 1960-er Jahre kennen. Zwänge, Grenzen und Reglementierungen weitgehend vermeiden und stattdessen durch Liebe und Zuneigung – mit stress- und konfliktfeien Methoden und Strategien – einen ständig glücklichen Hund kreieren.

Dieser kaum erfüllbare Wunsch zeigt wieder einmal die Neigung des Menschen, in Extremen zu leben.

Hinzu kommt das Bedürfnis des Menschen, seinem Hund ein möglichst inhaltsreiches Leben zu gestalten.

Ein Bedürfnis mit Tücken, denn der Mensch scheint nicht zu wissen, dass die Tagesruhezeit eines Hundes bei rund 18 Stunden liegen sollte.

Früher galten Hunde zurecht als unterfordert, heute sind unsere vierbeinigen Sozialpartner sehr häufig überfordert.

 

Der Hund im Hamsterrad

Sehr deutlich wird bei näherer Betrachtung unseres modernen Zusammenlebens mit Hunden, dass wir sie mit einer permanenten Einbindung in unseren Alltag tatsächlich überfordern. Unruhe, Nervosität und Launenhaftigkeit sind typische Merkmale überforderter Hunde.

Und es scheinen immer mehr zu werden. Hinzu kommen vielfach erzieherische Versäumnisse, denn ein konsequentes NEIN umzusetzen, fällt vielen Zweibeinern deutlich schwerer als der Griff in die Leckerli- Tüte, der letztlich den nicht gehorsamen Hund umstimmen soll.

Zumal es ja angeblich ganz einfach nicht sein darf, dass wir unsere Interessen dem Hund durch autoritäres Handeln aufzwingen. Sehr viele verhaltensauffällige Hunde gelangen aber erst dann wieder zur Normalität im Verhalten, wenn der Zweibeiner umdenkt und erzieherische Elemente der Vergangenheit mit Elementen der modernen Hundeerziehung verbinden kann. Das nennt man dann übrigens fachlich „autoritativ“. NEIN durchsetzen, wenn das NEIN wichtig erscheint und dennoch dem Hund mit Liebe und Zuneigung begegnen.

Es zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass autoritativ erzogene Hunde offensichtlich die höchste Lebensqualität vorweisen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Hunde lieben entspannte, ruhige und soueräne Menschen.

Solche Menschen vermitteln Sicherheit und Verlässlichkeit. Der Mensch quasi als ruhiger und sicherer Hafen, an dem man gerne bereit ist, anzulegen.

So gehören mittlerweile nicht umsonst sogenannte Std-By-Übungen (gemeinsam durchgeführte Halte- und Ruheübungen) in die Trainingsplanung guter Hundeschulen.

Deutlich weniger Aktionismus und viel mehr ruhige und weiche „Klänge“ stärken die Mensch-Hund-Beziehung und erhöhen nachweislich die Bindungsbereitschaft des Hundes gegenüber seinem Menschen.

Gemeinsame Augenblicke einfach genießen und auch mal mit „Nichts-Tun“ soziale Wärme und Nähe geben und spüren. Mehrmals täglich kleine Auszeiten mit dem Hund genießen, dann kann auch das „Hamsterrad“ wieder genutzt werden.

 

Das schlechte Gewissen plagt den Hundebesitzer schnell, wenn mal aus Zeitgründen ein Spaziergang mit dem Vier- beiner weniger auf dem Programm steht. Kein schlechtes Gewissen hingegen scheinen Hundebesitzer zu haben, wenn sie ihre Hunde sechs bis acht Stunden täglich AKTIV in den Alltag einbinden.

Neben Spaziergängen gibt es Rennspiele mit Hundekumpels, Ballspielen, Fahrrad- fahren, Einkaufsbummel, Hundeschulbesuche und vieles mehr.

Genau hier sollte das schlechte Gewissen aufkommen, denn wer täglich seinen Vierbeiner stundenlag aktiv hält, greift erheblich und vor allem negativ in dessen Organsystem ein.

In Fachkreisen ist man sich einig, dass unsere Familienhunde einen Ruhebedarf (Schlafen / Dösen) von zirka 18 Stunden(!) am Tag haben. Von den übrig bleibenden 6 Stunden Wachphasen gehen 1 bis 2 Stunden in höhere geistige und oder körperliche Aktivität über. Die restlichen 4 bis 5 Stunden dienen dem sozialen Austausch mit den Familienmitgliedern. Zu diesem Austausch zählen Schmuse- und Streicheleinheiten aber auch und vor allem ganz einfach das aktionsfreie soziale und vor allem gemütliche Zusammensein.

Die Erfahrung zeigt in diesem Zusammenhang, dass die allermeisten sogenannten Problemhunde an enormen Ruhedefiziten leiden und damit eine hohe innere Unruhe, Launenhaftigkeit und stressbedingte Gereiztheit aufzeigen.

Besonders schlimm trifft es immer wieder unsere importierten Auslandshunde.

Sie kommen nach Deutschland und werden dadurch ohnehin schon mit einer Vielzahl NEUER und UNBEKANNTER Reize und damit auch Stressoren konfrontiert.

Obwohl der Ruhebedarf gerade bei diesen Hunden besonders hoch ist, wird vielfach der Versuch unternommen, den Hunden ein möglichst „schönes“ und vor allem abwechslungsfreies Leben zu bieten. „Der hat bestimmt so viel mitgemacht, jetzt werden wir ihm möglichst viel Gutes tun“! hört man dabei immer wieder. Dabei wäre das wirklich Gute, immer wieder an den Ruhebedarf dieser Hunde zu denken und ihn dann in ganz kleinen Schritten den neuen Reizen seiner für ihn unbekannten Welt auszusetzen. Qualität vor Quantität sollte hier die Devise lauten.

Das Gehirn der meisten Hunde aus dem Ausland ist aufgrund einer völlig anderen Lebensraum- und auch sozialen Prägung im Vergleich zu unseren Familienhunden mit anderen „Inhalten“ bestückt. Das benötigt vor allem viel Zeit und Geduld, die ungeheure Menge an völlig neuen Eindrücken zu erfassen, zu bewerten und letztlich im Gehirn auch neu anzulegen und zu festigen. Dazu benötigen diese Hunde vor allem eines: ein hohes Maß an Ruhe! Fehlt diese Ruhe, kommt es im Gehirn schnell zu einem sogenannten „Synapsen-Fasching“, erkennbar vor allen an der inneren Unruhe, Gereiztheit, Hektik und Nervosität.

Quelle: Thomas Baumann, Hundezentrum Baumann GmbH

 

37 Idee über “Unsere überforderten Familienhunde

  1. Ulrike Thyll sagt:

    Ich versuche in der Tat schon seit Längerem, nach den Prinzipien des Artikels mit meinen Hunden zu leben. Eher aus dem Bauch heraus. Unsere Hündin kam im letzten Sommer aus Griechenland, und klar, wollten wir ihr jetzt endlich ein gutes Leben bieten. Wir haben sie beobachtet. Was braucht sie, was macht ihr Spaß, wovor fürchtet sie sich? Sie hat sich einen Rückzugsort zwischen den Bücherregalen auf einem alten Sofa gesucht, und allmählich legte sie sich immer öfter in unsere Nähe. Mit mir im Garten ‚arbeiten‘ wollte sie anfänglich höchstens ein halbes Stündchen, inzwischen ist sie immer mit draußen. Spazieren gehen wollte sie anfangs nicht gerne, jetzt steht sie wedelnd an der Tür und ‚holt‘ meinen Mann im Schlafzimmer ab, wenn es ihr morgens zu lange dauert. Wie lange sie was machen kann/will, zeigt sie uns. Sie kann nicht allzu viele Außenreize verkraften und wird dann aggressiv. Davon erholt sie sich dann wieder auf ihrem Sofa. Unser Terrier ist da ganz anders. Er braucht eine gewisse Grundauslastung (Spaziergänge), anderenfalls rast er am Gartenzaun entlang und ‚beschäftigt‘ sich dort mit übermäßigem Wachverhalten. Wie Menschen sind die Hunde alle anders und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Aber wenn man hinguckt, erkennt man diese ganz gut.

    • web26862583 sagt:

      Hallo Roland, der Verfasser des Artikels ist Thomas Baumann, vom Hundezentrum Baumann, also müsstest du Ihn selber Fragen. Ich denke die Fachkreise auf die er sich bezieht sind Menschen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis die ständig in Kontakt miteinander stehen. Um Beispiele zu nennen: Dr. Feddersen Petersen, PD Dr. Udo Gansloßer, Günter Bloch, Elli Radinger, Dr. Ádám Miklósi usw. Alleine aus den Freilandforschungen von Günter Bloch und seinem Team über die freilebenden Hundegruppen in der Toskana zeigen auf das Hunde die nicht mit dem Menschen zusammenleben, bzw. ein selbst bestimmtes Leben leben, sich nicht den ganzen Tag um Auslastung sondern um Ruhe und Gelassenheit bemühen.

  2. Phoenix-1308 sagt:

    Ich habe einen Doubledoodle Standart und den habe ich mit 9 Wochen vom Züchter geholt. Nach einer Eingewöhnungsphase, in der er Haus und Garten erkundete, unternahmen wir kleinere Spaziergänge in die nähere und später weitere Umgebung. Da es ein intelligenter und sehr aufgeweckter Hund ist, fordert er geradezu Beschäftigung an, liegt aber zwischendurch auch gerne mal tiefenentspannt ein paar Std. einfach da und döst oder schläft… Unsere Tage sind lang, die Nächte kurz, da holt er sich tagsüber eben den Schlaf, den er braucht. Dennoch sind wir viel unterwegs, 2 x am Tag und dann bis zu 8-10km – mal zu Fuß, oder mit dem Rad, da können es auch mehr sein. Er ist sehr lauffreudig und es fehlt ihm was, wenn er nicht wenigstens ein Std. am Tag richtig rennen und toben darf, dann nörgelt er rum und versucht sich im Haus irgendwie auszulasten… Viel liebevolles Training, ob Gehorsamsübungen, Tricks, oder Such- und Zerr-Spiele, alles was ihm Spaß macht in gewisser Dosis und dazu Phasen der Ruhe und Entspannung…jeder Hund ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse, wie die Menschen auch. Sich darauf einstellen und dem Rechnung tragen ist etwas, das jeder, der seinen Hund aufmerksam beobachtet und in seinem Wesen annimmt, schaffen kann, wenn er seinem Hund ein Art gerechtes Leben verschaffen möchte. Meiner ist liebevoll geduldig und tiefen entspannt aber auch interessiert, neugierig und manchmal auch richtig albern, ein echter Clown. Ich denke, es gibt keine generelle Formel was ein Hund braucht – mit Einfühlvermögen seinem Hund geben, was er zum Glücklichsein braucht …und was er braucht, das „sagt“ oder „zeigt“ er einem schon… man muss es nur auch sehen und die Bedürfnisse erkennen können.

    • Jules sagt:

      Da widersprichst du dich aber selbst. Einmal indem du schreibst der Hund muss mind.1x am Tag 1Stunde rennen/toben,sonst passiert was im Haus und dann dass er tiefenentspannt ist. Da haut ja irgendwas nicht hin. Ein Hund muss auch mal ohne diese Sachen auskommen können und trotzdem entspannt bleiben. Egal welche Rasse!

  3. ursula sagt:

    Danke dass das mal geschrieben wird. Der Stressfaktor hängt nach meinem Eindruck auch von der Position des Hundes im Rudel ab. Wenn ich länger ausser Haus bin, scheint sich unsere älteste Hündin für die Sicherheit verantwortlich zu fühlen und das strengt an. Wenn ich dann wieder da bin, will das Jungvolk spielen und ist fit. Die „Alte“ knallt sich nach der Begrüßung seufzend aufs Sofa und schläft sich erst mal aus. Und das macht jetzt die dritte Generation in Folge so 🙂

  4. Melanie sagt:

    Danke für den Like meines Beitrages. Genau das wollte ich mit meinem Beitrag auch ausdrücken – nicht aus Trainiersicht, sondern aus Familiensicht. Ich werde oft innerfamiliär gefragt, warum mein Hund jetzt nicht draussen ist und warum er soviel Ruhepausen hat etc. Naja weil er sie benötigt und sie sich nimmt. In Krankheitsfällen klar, sollte man schon darauf achten ob der Hund sich vom Ruhepegel anders verhält, aber normalerweise wissen die Hunde doch Bescheid wann das Maß voll ist, im Gegensatz zum Menschen. Daher nutze ich die Aktivzeiten meines Hundes um mit ihm was zu erleben und lasse ihn in den Ruhephasen einfach in Ruhe 🙂

    Gelungener Beitrag, gefällt mir gut 🙂

  5. Renate Stege sagt:

    Ich geh mit meinem zugegeben sehr aktiven Mops 3 x täglich ca. 20 Min. (zum Pipimachen) und 1 x eine bis eineinhalb Stunden raus. Zu Hause gibt es regelmäßig nach dem letzten Gang um 22.00 Uhr eine intensive Spielrunde mit z. B. Denkspielen von ca. 15 Min., ansonsten tagsüber mal zwischendurch ein paar Minuten. Ich hatte auch das Gefühl, das müßte zu wenig sein, aber der Artikel zeigt doch, dass es nicht so wichtig ist, wieviel gespielt wird, sondern daß der Kontakt zum Menschen wichtiger ist. So versteh ich das.

    • Tina noga sagt:

      Doch naklar ist das wichtig.denn wenn du dich mit deinem hund beschäftigst,ist der kontakt doch automatisch da.wenn man das mal so betrachtet,spiele nicht mit deinem hund,geh nur raus füttern und vllt mal kuscheln…. Dann wird dein hund depressiv. Auch wenn er viel schläft…er brauch beschäftigung

  6. Gitti M. sagt:

    Guter Beitrag. Ich habe 5 Jahre in Ungarn gewohnt, in einem Dorf. Dort durften Hunde noch Hunde sein!!!! Die haben auf Haus und Hof aufgepasst. Keiner ist dort mit dem Hund „Gassi“ gegangen. Familienanschluss hatten alle Hunde. Ich habe das als normal empfunden. Die Bespaßung der Hunde, welche heute an der Tagesordnung ist, wirkt am mich befremdlich.

    • Barbara sagt:

      Das ist natürlich ein Traum für einen Hund,wenn er denn auch gut dort versorgt wurde.So ein Hundeleben ist in der Stadt natürlich nicht möglich.

  7. Ute M. sagt:

    Hier wird mir aus dem Herzen gesprochen. Meiner Meinung nach ist die Zweisamkeit mit dem Hund im Vordergrund und die hat nicht nur mit Aktivität zu tun. Auch ein gemeinsames Kuscheln , ein inniges Spiel bereichert Beide. Die ruhige Stimme, mit der man den Hund anspricht, vermittelt ihm : es ist alles in Ordnung. Ich bin sicher

  8. Daniel sagt:

    Danke für den entspannte , souveränen Artikel. Als Hundeanfänger stellen wir nach 5 Monaten genau immer das fest: unsere Amy ist entspannter, je mehr sie sich entspannen kann und je mehr Ruhephasen sie hat. Das allein gelassen zu werden (1-2 Stunden )empfindet der Hund mittlerweile schon fast alles Luxus.

  9. Traudel sagt:

    Dieser Artikel hat mir jetzt richtig gutgetan. Ich habe seit ca. 11 Wochen eine kleine Rumänin bei mir. Wir sind jetzt täglich 3 bis 4 Stunden unterwegs. Wir gehen oft die gleichen Runden, sie läuft schon seit einigen Wochen prima ohne Leine, kann nach Belieben alles beschnüffeln und erkunden, wenn sie will, kann sie rennen. Wir sind auch hin und wieder mit anderen Hunden unterwegs, aber ich habe den Eindruck, sie ist im Moment noch lieber mit mir alleine. Ab und zu albern wir zu Hause noch bisschen rum, richtig spielen kann sie noch nicht. Sie kennt sowas einfach nicht. Den Rest der Zeit liegt sie bei mir und döst oder schläft. Ja, ich hatte schon zeitweise auch ein schlechtes Gewissen, ob ich ihr genug biete … ? Aber wenn ich diesen Artikel lese, ist doch eigentlich alles gut so. Meine Kleine scheint sich auch wohlzufühlen. Danke für den Artikel.

    • Sabine M. sagt:

      Ob du ihr genug bietest? Du hast den Artikel überhaupt nicht verstanden. Vor 11 Wochen ist der Hund zu dir gekommen und du bist wirklich 3-4 Stunden mit ihr unterwegs? Das ist viel zu viel. Fahr euer Programm mal mindestens um die Hälfte runter

      • Traudel sagt:

        Wie ich diese ewigen Besserwisser liebe …
        Ich denke nicht, dass 3 – 4 Stunden über den Tag verteilt zu viel sind für einen gesunden vitalen Hund. Und natürlich haben wir damit gaaanz langsam angefangen. Man kann es natürlich auch damit bewenden lassen, 3 x täglich um den Block zu gehen. Ich glaube aber, meine kleine Maus wäre damit nicht zufrieden. Genügend Zeit zum Ruhen bleibt ihr immer noch, der Tag hat immerhin 24 Stunden. 🙂

  10. Sabine sagt:

    Sehr gut geschrieben!! Ich bin beruhigt, dass ich da nicht alleine stehe mit meiner Einstellung. Man bekommt ja zwischenzeitlich ein schlechtes Gewissen, wenn man seine Hunde nicht ständig bespasst. Zumindest, wenn man anderen Hundehaltern zuhört. Hunde sollten sicher sinnvoll beschäftigen werden, aber in Maßen! Heutzutage sollte man viel mehr auf sein Bauchgefühl hören!

  11. Harold Neuer sagt:

    grundsätzlich stimme ich dem artikel zu. ich sehe das beispielhaft an unseren hunden. aber, hund ist nicht gleich hund – und manche hundebesitzer sollten auch wissen, was für eine rasse sie zu hause haben und dessen „bedürfnisse“ während der „aktiven phase“ !! hier wird m.e. auch in hundeschulen alles über einen kamm geschert. manche hunde folgen nicht auf „befehl !!“, sondern nur auf gutem zureden; die spielweisen sind unterschiedlich zwischen eine jagd-, hüte- und vorstehhund. m.e. sollte in hundeschulen dem hundehalter/-eigentümer erläutert/geschult werden, was für ein hund er/sie am anderen ende der leine hat.

  12. Waltraud Knapp sagt:

    Toller Artikel. Vielen Dank Thomas Baumann. So halte ich es seit vielen Jahren mit meinen Hunden. Einfach aus dem Bauch heraus.

  13. Simone sagt:

    Ich glaube nicht, dass bei diesem Artikel mit Ruhe, die Abkürzung der Gassizeiten gemeint ist. Hunde müssen laufen und zwar mehrere Kilomater am Tag. Aber Hunde müssen nicht ständig bespielt, begrabbelt, gestört werden, wenn sie schlafen. Auf Weihnachtsmärkte, in volle Städte , in Freizeitparks und, und , und. Das überfordert den Hund und das liegt auch nicht in seiner Natur. In unserer übrigens auch nicht. Gegen eine schöne lange Laufrunde mit Spaß spricht nichts gegen.Im Gegenteil. Das fehlt den meisten Hunden. Also zum schlechten Gewissen beruhigen , das man die Gassirunde abkürzt oder es heute nicht schafft. Sorry, aber da dürft ihr ruhig weiter ein schlechtes Gewissen haben.

    • Jessica sagt:

      Das sehe ich genau so. Und viele Rassen sind einfach Arbeitsrassen. Und das wiederum steckt ja auch im Mischling. Abkürzen geht für mich gar nicht. Da gibt es dann, wenn es echt nicht anders geht, irgendeinen Ersatz für, Suchspiele oder so. Aber auch da muss man gucken, was dem Hund liegt. Und wie es hier in den Kommentaren öfter war, dass jemand einen Schäferhund hat: das ist ein Arbeitstier, so einer gibt sich nicht mit ein bisschen schnüffeln zufrieden.

  14. Sabine Herjig sagt:

    Ja , ich erkenne mich wieder in dem Versuch, dem Hund etwas bieten zu müssen, ihn auspowern zu müssen und möglichst viel mit ihm zu unternehmen. Und das schlechte Gewissen, wenn man die Gassirunde abkürzen muss ist mir auch nur zu bekannt.
    Es tut gut diesen Artikel zu lesen und mal einen Gang zurückzuschalten.

  15. Petra sagt:

    Sehr gut geschrieben. Mein Schäferhund ist mit etwas Spiel und ausgiebigen “ Zeitung lesen “ bei den Spaziergängen völlig zufrieden.

  16. Bianca-wambach sagt:

    Danke für den Artikel !!! Habe immer ein schlechtes Gewissen wenn ich aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit nur wenig mit unsrem hoverwart/Schäfermix spazieren gehen kann , denke immer der muss doch mal rennen und und und . Das nimmt mir jetzt was den drück 😁

  17. Willig53@gmx.de sagt:

    Hab ich schon öfter angesprochen und bin auf viel unverständniss gestossen. Jeder zwote is hunde trainer übt es aber grad nicht aus un zweifelt meine meinung kommplet an. Danke für den beitrag.

    • Maria Jungemann sagt:

      Das ist der Knackpunkt ,warum verstehen das nicht Herrchen und Frauchen ,sondern reden anderen auch noch ein schlechtes Gewissen ein. Nur weil sie ruhiger leben mit Ihrem Kamerad und Hausgenosse.

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